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Als Sun Tzu sein Buch “Die Kunst des Krieges” verfasste, hat er höchstwahrscheinlich jemanden gefragt, ihm Feedback zu seinen Ideen zu geben bevor er es letztendlich auf Bambus niedergeschrieben hat. Und so sollte auch heute noch jeder große und erleuchtete Meister in der Lage sein, zwischen Illusion und Wirklichkeit unterscheiden zu können. Die meisten Menschen jedoch sind keine Meister. Die Meisten von uns sind lediglich Marketer, die ihren Job erledigen. Und um unser aller Leben ein bisschen zu erleichtern, haben wir wir eine Liste der Dinge erstellt, die man auf keine Fall tun sollte.

Wir haben bereits darüber gesprochen, dass wir eine Social Media Strategie brauchen, meßbare Ziele setzen müssen, wie wir unseren Content viral verbreiten können (auf gute und natürliche Weise und nicht wie eine Krankheit, die wuchert) und wie wir die richtige Plattform für maximale Effizienz auswählen. Jetzt wollen wir aber noch sicher stellen, dass Sie die “Kunst, NICHT das Falsche zu tun” beherrschen.

Teil 1 – Die Challenge
Teil 2 – Richtig kalkulieren und sich messbare Ziele setzen
Teil 3 – Der Angriffsplan: Sich viral verbreiten
Teil 4 – Positioning: Wie man den richtigen Social Media Kanal wählt
Teil 5 – Die Grundbausteine für den online Erfolg

Die “Don'ts”

Seien Sie omnipresent!

Sie können nicht auf jeder Plattform vertreten sein. Und Sie müssen das auch nicht.
Identifizieren Sie Ihre Buyer Persona(s) und kreieren Sie lediglich ein Profil auf den Social Media Kanälen, auf denen sich Ihr Zielpublikum tummelt.

Likes Einkaufen

Halloooo, wir leben im Jahre 2016 und die User sind schlauer geworden. Wenn der User sieht, dass Sie 1000 Follower haben und Ihre Posts jedoch immer nur von den selben vier Menschen, also Ihren Kollegen und Angestellten geliket werden, dann wird er Ihnen das sicher nicht mehr abkaufen.

Keine Strategie

Wir haben bereits in unserer Blogserie Die Social-Marketing-Strategie besprochen, wie wichtig es ist, eine Strategie und Ziele festzulegen. Wenn Sie sich online zeigen, sollten Sie wissen, warum Sie es tun. “Weil jeder es macht”, ist definitiv nicht die richtige Antwort. Sie sollten immer den Grund und ihre Absicht kennen, den Sie mit einem Tweet oder einem Status Update verfolgen.

Uninteressant und nicht von Nutzen sein

Sie müssen Qualitätsinhalte liefern und netzwerken. Hochwertige Beziehungen aufzubauen, braucht seine Zeit, so wie es das auch im echten Leben tut. Arbeiten Sie daran, auf lange Sicht einen guten Eindruck zu hinterlassen. Bauen Sie ihre Onlinepräsenz so auf, dass Sie als ein Experte und Guru in Ihrer Branche wahrgenommen werden.

Nichts mehr Neues versuchen

Nehmen wir an, Sie haben bereits Ihr Publikum gefunden und haben eine große Engagementrate und eine Armee von Followern um sich geschart. Dies bedeutet aber nicht, dass Sie aufhören sollten, neue Sachen zu versuchen. Sich selbstgefällig zurückzulehnen ist eine große Gefahr. Experimentieren Sie weiter auch wenn die Dinge schon gut laufen. Vergessen Sie nicht, dass man mit Social Media niemals fertig sein kann.

Spam

Teilen Sie nicht zu häufig Informationen. Die Leute mögen keinen Spam in Ihrem Postfach, also wollen Sie ihn auch nicht in Ihrem Newsfeed. Wenn Sie immer nur Informationen, Ihre eigene Person betreffend, posten, dann werden Sie Follower verlieren. All die gute Arbeit, die Sie geleistet haben, wird dann umsonst sein.

Vernachlässigen Sie Ihr Publikum

Das ist wahrscheinlich die schwerwiegendste Social Media Sünde, die Sie begehen können. Die Menschen zu vernachlässigen, die mit Ihnen Kontakt aufnehmen wollen und aufrichtiges Interesse an Ihrer Arbeit zeigen. Antworten Sie immer, auch wenn es nur ist, um ihnen zu sagen, dass sich der zuständige Mitarbeiter bald mit der Person in Verbindung setzen wird. Sie wollen nicht, dass sich ihre bestehenden oder zukünftigen Kunden vernachlässigt fühlen. Sie arbeiten schließlich hart daran, das Interesse Ihrer Kunden zu gewinnen, also nutzen Sie auch die Gelegenheit sowohl positve wie auch negative Ereignisse zu besprechen.

Vernachlässigen Sie Ihre Profile

Wenn Sie auf einem Social Media Kanal vertreten sind, Ihrem Profil jedoch kaum Beachtung schenken, dann sollten Sie es lieber gleich löschen. Keinen Account zu haben ist besser als einen, der von niemandem gepflegt wird. Es spielt keine Rolle, ob es daran liegt, dass Sie keine Zeit haben oder Sie denken, dass es nicht der richtige Kanal für Ihre Zielgruppe ist. Es macht keinen Sinn, auf einer Social Plattform zu sein, wenn Sie dort nicht 'social' sein wollen.

Liken Sie ihre eigenen Posts nicht

Es scheint einfach zu offensichtlich, aber wir müssen es hier erwähnen. Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter Artikel und Beiträge zu liken, zu teilen und auf der Plattform aktiv zu sein. Schließlich sind Ihre Angestellten die besten Markenbotschafter, die es gibt.

Negative Kommentare löschen

Immer wenn Sie einen negativen Post über Ihre Marke sehen, dann ist ihre erste Reaktion wahrscheinlich, ihn zu löschen und den User von Mark Zuckerberg höchstpersönlich verbannen zu lassen und sicher zu gehen, dass diese Person nie wieder Zugang zu einem Social Media Kanal erhält.

Auf den zweiten Blick jedoch erkennen Sie vielleicht die Möglichkeit, Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung zu verbessern. Darüber hinaus wird eine freundliche Antwort Ihrem Kunden zeigen, dass Sie das Anliegen ernst nehmen. Die Erfahrung, die der Kunde gemacht hat, kommt vielleicht häufiger vor und indem Sie darauf verständnisvoll eingehen, gewinnen Sie an Loyalität. Besprechen Sie die Anliegen so transparent wie es geht. Ihr Publikum wird es Ihnen danken.

Den persönlichen Ansatz verlieren

Automatisierung ist nützlich und kann einem sicher viel Zeit einsparen. Verlieren Sie jedoch nicht den persönlichen Touch und den Kontakt, den Sie zu ihrem Publikum haben. Machen Sie ihre Marke so menschlich wie möglich, indem Sie dem Kunden einen Zugang bieten.

Seien Sie persönlich, lassen Sie ihr Charisma und Ihre Persönlichkeit durchscheinen, wenn Sie posten, um somit eine Wirkung zu erzielen. Unter dieser Voraussetzung können Sie die Außenwirkung so natürlich wie möglich erscheinen lassen, auch ohne gleich mit jedem Follower persönlich befreundet zu sein. In jedem Fall können Sie sich aber für das Folgen bedanken und kurz darauf antworten. Fühlen Sie sich nicht genötigt, die Inhalte von anderen zu teilen, wenn es nicht zu Ihrer Markenpersönlichkeit und Vision passt. Denn: Egal was Sie auch posten, es wird eine lange Zeit online sichtbar sein.

Vergessen Sie niemals, dass Ihr Erfolg von Ihrem Publikum abhängt. Mit ihren Fans in Kontakt zu treten und zu verstehen, was sie mögen, aber auch ablehnen, ist der Knackpunkt ihrer Social Media Präsenz. Schotten Sie sich nicht ab. Seien Sie sozial.


Dieser Artikel schließt nun die Serie “Die Kunst der Social Marketing Strategie” ab. Es ist in erster Linie eine Arbeit, die auf einer Strategie und einer gewissen Taktik beruhen muss, aber wie bereits weiter oben im Text beschrieben, Ihre Arbeit als ein Marketer wird niemals beendet sein. Behalten Sie also Sun Tzu's Ratschlag im Gedächtnis und folgen Sie in Zukunft unserem Blog für weitere praktische Marketingkniffe.

“Wir wissen bereits, es gibt fünf Grundsätze für den Sieg:

  1. Es gewinnt jener, der weiß, wann es zu kämpfen gilt und wann nicht.
  2. Es gewinnt, wer mit beidem umzugehen weiß, mit stärkeren und schwächeren Mächten.
  3. Es gewinnt jener, dessen Streitkraft über alle Dienstränge vom gleichen Geist beseelt ist.
  4. Es gewinnt, wer sich selbst vorbereitet und darauf wartet, dass der Gegner unvorbereitet ist.
  5. Es gewinnt jener, der militärisches Geschick besitzt und von der Staatsmacht nicht beinträchtigt wird.”

Topics: Social Media Marketing