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„Mischen Sie die Dinge auf! Nutzen Sie Ihren Verstand, um Klarheit im Tohuwabohu zu finden. Suchen Sie sich einen neuen Blickwinkel.“

Dieses Zitat stammt nicht von einem Growth Hacking* Talk oder einem Seminar für Führungspersönlichkeiten. Es kommt aus dem Disney film BAYMAX, einer liebenswürdigen Geschichte über einen übergroßen aufblasbaren Roboter und einer Bande von außergewöhnlichen jugendlichen Superhelden ausgestattet mit ganz großen Herzen. Ob Sie es glauben oder nicht, dieser Film kann uns eine Menge über Growth Hacking aufzeigen. Und ohne gleich die Inhalte des Films zu verraten, wollen wir gemeinsam überlegen, was wir aus diesem Film lernen können. Die wichtigste Lehre ist, dass scheitern unvermeidlich ist, doch statt uns von einer Niederlage unterkriegen zu lassen, müssen wir daraus unsere Schlüsse ziehen und einen neuen Standpunkt einnehmen. Und darum geht es im Grunde auch bei Growth Hacking.

Unrealistische Erwartungshaltung

Fangen wir mit den Basics an. Erste Grundvoraussetzung für das Scheitern ist eine zu hohe Erwartungshaltung. Wenn man zu viel erwartet, wir man nicht nur unweigerlich entmutigt, sondern man wird auch keine sinnvolle Analyse der eigenen Performance machen können, weshalb man gescheitert ist. Als eine B2B-Firma müssen Sie sich bewusst sein, dass Ihre Aktivitäten und Anstrengungen nicht bei BuzzFeed landen werden und dass Sie höchstwahrscheinlich nichts schaffen werden, dass viral geht. Das liegt nicht an Ihnen, das sind schlichtweg die Gesetze des Markts.
Growth Hacking ist keine magische Wunderlampe, die all Ihre Marketingherausforderungen lösen wird. B2B-Firmen sollten deshalb Growth Hacking nutzen um das Engagement und die Konvertierung mit spezifischen Marketingkampagnen zu erhöhen. Dies ist der Hauptunterschied zwischen Inbound-Marketing und Growth Hacking: Inbound ist dazu gedacht, Ihre laufenden und langfristigen Marketingansprüche zu bedienen. Sie werden keine Growth Hacking Strategie für ein langfristiges Ziel einsetzen.

Wie man Networking nicht betreibt

Der Mensch wird seit je her als soziales Wesen definiert, doch zum ersten Mal in der Geschichte sind wir online „sozial“. Wir haben Freunde auf Facebook, Follower auf Twitter, Kontakte auf LinkedIn und wir kreieren Kreise auf Google + (in der Tat, mancher von uns, tut dies immer noch). In Kontakt treten und in Kontakt bleiben, war noch nie so leicht. Warum also nicht das Rad im Social Web weiterdrehen, dass bereits exisitiert?

E-mails senden, die im Papierkorb landen

An einem bestimmten Zeitpunkt in unserem Tagesablauf räumen wir unseren Posteingang auf und die unerwünschten E-mails wandern in den Papierkorb. Wie können Sie also sicher stellen, dass Ihren Marketing-E-mails nicht das gleiche Schicksal droht? Machen Sie es also anders. Checken Sie hier die Liste von HubSpots 12 E-mail Marketing Beispielen und holen Sie sich Inspiration.

Soziale Netzwerke falsch nutzen

So viele Netzwerke und doch so wenig Zeit. Die meisten B2B-Firmen legen den Schwerpunkt auf LinkedIn und Twitter. Es ist beinahe unmöglich jedes soziale Netzwerk abzudecken. Dennoch können Sie versuchen sich ein Neues zu eigen zu machen. Erinnern Sie sich an das Zitat! Halten Sie Ausschau nach einem neuem Ausgangs- und Standpunkt!

Wussten Sie, dass man Firmen auf Instagram folgen kann? Wer hätte gedacht, dass Leute der Firma Maersk, einem dänischen Businesskonglomerat auf Instagram folgen, welches berühmt ist für seine Aktivitäten im Transport- und Energiesektor? Nun, die 11.000 Follower auf Maersks Profil können nicht alle eine Meise haben. Sobald Sie sich einmal festgelegt haben, müssen Sie sich Gedanken über die technische Seite Ihres Produkts machen. So sollten Sie zum Beispiel, wenn Sie Twitter als Hauptnetzwerk nutzen, um neue Kunden und Anwender anzulocken, die Twitter-Profile zum Einloggen für Ihr Produkt hernehmen. Und warum? Ganz einfach: Weniger Klicks erleichtern dem Kunden den Zugang sowie das Sharen und erhöhen somit die Reichweite.

Soziale Netzwerke überhaupt nicht nutzen

Es geht nicht um Likes und Follower. Es geht darum, das Publikum mit Ihrem Content in den Bann und auf eine Reise mitzunehmen. Eine Möglichkeit, wie Sie helfen können, dass Ihr Conent verbreitet wird, ist es, den Usern zu erlauben, auf leichte Weise über das Produkt zu posten: Erlauben Sie das Taggen, machen Sie Ihre Posts öffentlich, usw. Außerdem können Sie Social-Sharing-Buttons für jedes verfügbare Netzwerk einbauen und nicht nur für jene auf denen Sie selbst vertreten sind. Verwenden sie spezielle Code-Snippets, um das Sharen so einfach wie möglich zu halten, so dass Sie von einer Menge verschiedener Möglichkeiten profitieren können, online gesehen zu werden.
Behalten Sie stets im Hinterkopf, wo sich die organische Quelle Ihres Traffics befindet. Wenn es LinkedIn ist, dann erlauben Sie das Sharen nicht nur auf Facebook. Je mehr Optionen zum Sharen Sie geben, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Content geteilt wird. Auf diese Weise bekommen Sie Ihren Inbound-Traffic.

Keine Incentives geben

Unterschätzen Sie niemals das Potential von kostenlosen Give-Aways. Bei bestimmten Produkten ist es leicht, neue Kunden anzulocken, wenn man etwas verschenkt. Denken Sie an Dropbox: Hier gibt es Incentives für eine Reihe von Interaktionen, die der User vornehmen kann. Wenn Sie etwas kostenlos anbieten können, dass für Sie preiswert ist, vom Publikum jedoch hochgeschätzt wird, dann tun Sie es. Manchmal ist es günstiger, etwas zu verschenken, um neue Leads und Kunden zu akquirieren. Bleiben wir beim Beispiel Dropbox: Für sie ist Online-Speicher günstig. Für die User ist Online-Speicher wertvoll, Kontakte hingegen eher weniger. Aus diesem Grund werden die Kunden gerne Kontakte gegen Speicherplatz eintauschen – und das Ganze ohne größere Mehrausgaben für Dropbox. An der Stelle sei angemerkt, dass Dropbox auch Incentives dafür vergibt, um den Kunden beizubringen, wie sie das Produkt effektiver nutzen können. Seine User zu schulen, zahlt sich dementsprechend aus.

„Wir sind nicht ausgezogen, um Superhelden zu werden, aber das Leben verläuft nicht immer planmäßig.“

Wir können das Scheitern und Misserfolge nicht vorhersagen oder planen, dennoch müssen wir manchmal scheitern, um ein Held zu werden.

Haben Sie das Zeug dazu, ein Growth-Hacking-Held zu sein?

* Growth-Hacking: 2010 hat Sean Ellis den Growth-Hacker als „eine Person, deren wahre Bestimmung das Wachstum ist“ definiert. „Alles was er macht, ist bestimmt von dem Gedanken, welche Auswirkungen sein Tun auf das messbare Wachstum haben.“ Es ist eine kostengünstige und innovative Marketingtechnik, welche die Kreativität und analytisches Denken nutzt, um zu mehr Sichtbarkeit zu gelangen. Sehen Sie hier was Sean Ellis zu Start-Ups and cleveren Marketern zu sagen hat.

Topics: B2B-Marketing